Weißwein

Weißwein wird aus weißen Trauben produziert, kann jedoch auch aus einem Teil roter und blauer Weintrauben bestehen. Verwendet man für einen Weißwein rote oder blaue Weintrauben, so spricht man von einem weißgekelterten Vorgang. Vor allem in seinem Herstellungsprozess unterscheidet sich die Produktion eines Weißweines maßgeblich von dem eines Rotweines oder von einem Rosé Wein.

Hauptsächlich verwendet man folgende Rebsorten für den Weißwein: Chardonnay, Riesling, sowie Weiß- oder Grauburgunder.

Sobald der Traubensaft mit der Gärung beginnt, entsteht der Weißwein. Während der Gärung, also der so genannten Maische, findet diese aber ohne die Haut der Weinbeeren und ohne deren Stiele statt. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, einen Weißwein auch aus dunklen Trauben von blauer Farbe herzustellen. Die genaue Bezeichnung hierfür ist „Claret“ oder auch Blanc de Noirs, was soviel bedeutet wie Champagner. Dies funktioniert, weil sich die Farbstoffe nur in der Beerenhaut befinden. Werden die Farbstoffe nicht daraus gelöst, so bleibt nur der Geschmack. Es spielt also eine große Rolle, die Weinbeeren unversehrt zu verarbeiten. Das Keltern muss daher schnell vonstatten gehen.

Ist die Gärung und die Kelterung abgeschlossen, so entsteht ein frischer Most, in welchem sich zuerst die festen Bestandteile absenken müssen. Hierfür kann man sich Stick- oder Sauerstoff, beziehungsweise Gelatine behelfen. Es gilt, den Most so klar wie möglich aus zu filtern und zu klären. Anschließend werden unterschiedliche Hefen hinzugefügt und der Most wird einer zweiten Gärung, die zwischen 15 und 20 °C bedarf, unterzogen.

Als Jungwein bezeichnet man einen Weißwein, den man direkt nach der Gärung absticht. Der Weinwinzer muss dann den Weißwein von der Hefe trennen, was in den meisten Fällen mithilfe des Schwefelns vollzogen wird. Nachdem man den Wein ein weiteres Mal gefiltert und eventuell mit Behandlungs Mitteln ersetzt hat kann er abgefüllt werden.

Der Chardonnay wird auch vielerorts als Feinburgunder bezeichnet und kommt ursprünglich aus Frankreich und wurde von den Kreuzrittern eingeführt. Es waren die Benediktiner, die ihn anschließend in Burgund verbreiteten. Mittlerweile findet man den beliebten und bekannten Weißwein auf der ganzen Welt. In Österreich spielt vor allem das Bundesland der Steiermark eine tragende Rolle, was den Weinanbau in dieser Hinsicht betrifft. Der Chardonnay ist vor allem ein Wein von hoher Qualität. Was den Anbau betrifft, so ist er nicht sehr anspruchsvollen in Hinsicht auf den Boden. Die besten Trauben kann man aber nur in besonders vorteilhaften Lagen ernten. Vom Bouket her erinnert er im entferntesten an den Duft von Weißbrot, beziehungsweise Dörrfrucht und er verfügt über eine abgestimmte Säure. Je länger er in der Weinflasche reifen kann, desto höheres Niveau erreicht er. Neben der Steiermark gelten auch die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien als bekannte Weinbaugebiete.