Weinkaraffen

Die Frage die Sie sich sicherlich als Erstes stellen werden : „Wozu braucht man überhaupt eine Weinkaraffe?
Weißweine und Roseweine sollten gekühlt getrunken werden deswegen macht bei diesen Weinen eine Karaffe nur wenig Sinn. Für junge Rotweine hingegen ist eine Weinkaraffe eine sehr sinnvolle Anschaffung. Da lang lagerfähige Rotweine, wie zum Beispiel ein Bordeaux in jungen Jahren noch einen harten Geschmack und verschlossenen Duft haben, bietet es sich an eine Karaffe zu verwenden.

Durch die Verbindung mit dem Sauerstoff kann sich die Frucht öffnen, der Geschmack wird fruchtiger und vielfältiger. Einen reifen Bordeaux der nach 30-40 Jahren auf dem Höhepunkt ist sollte man hingegen nicht in eine Karaffe umfüllen. Er verliert durch die hohe Sauerstoffzufuhr an Kraft und der Geschmack ist nicht mehr so intensiv.

Das Umfüllen des Weines von der Flasche in die Karaffe nennt man auch dekantieren.

Hier sollten Sie darauf achten das der Wein an der Innenseite der Karaffe herunterfließt.

Wie lange vor dem Gebrauch man den Wein umfüllen und atmen lassen sollte hängt von dem Jahrgang und der Herkunft ab. Einen Barolo kann man schon bis zu 8 Stunden vor dem Trinken in eine Weinkaraffe dekantieren, damit er seine Duft- und Geschmackaromen optimal entfalten kann.

Bei den meisten Rotweinen empfiehlt es sich sie 30 Minuten bis zu einer Stunde vor dem Genuss „atmen“ zu lassen. Die ideale Ergänzung zur Karraffe bildet die Weinpumpe.
Eine Weinkaraffe lässt sich ganz einfach mit klaren Wasser reinigen, es sollte möglichst kein Spülmittel verwendet werden, da dieses den Geschmack verfälschen könnte.

Zur optimalen Trocknung sollte die Karaffe auf den Kopf gestellt werden, damit das restliche Wasser abfließen kann. Im Fachhandel gibt es sogenannte Karaffenständer auf der die Karaffe umgedreht übergestülpt wird. So kann die Weinkaraffe optimal trocknen und Sie können auch bei der nächsten Verwendung die einzigartige Geschmacksentfaltung erleben.