Rotwein

Rotwein wird aus Beeren mit blauer Farbe hergestellt, die im Wein später auch sein Aussehen verleihen. Je nachdem, für welche Prozess der Zubereitung man sich bei der Herstellung des Weines entscheidet, wird später zwischen Rotwein, Weißwein und Rosé unterschieden. Seine endgültige Farbe erhält der Rotwein dann, wenn sich die Bestandteile in der Maische lösen. Vor allem sind es die Schalen der Weinbeeren, die ausschlaggebend für den roten Ton sind. Je länger die Gärung der Maische stattfindet, umso mehr Tannine bleiben im Wein zurück.

Zu den bekanntesten Rebsorten, wie man beim Herstellen von Rotwein verwendet, zählen der Cabinet Sauvignon, sowie der Merlot und auch der Spätburgunder. Unter einem Cuvee versteht man einen Verschnitt diverser Rebsorten.

Die Gärung kann von zwei bis zu 30 Tagen dauern. Während dieser Zeit wird der Geschmack und auch das Aussehen des späteren Rotweines beeinflusst. Die Lagerung setzt eine Temperatur zwischen 20 und 30 °C voraus. Nach der Gärung wird der Wein gekeltert. Dabei trennt sich die Maische von der Flüssigkeit. Anschließend lagert man den Rotwein in Fässern, die vorwiegend aus dem Holz der Eiche bestehen. Für eine besonders hohe Qualität spricht die Lagerung in so genannten Barrique-Fässern. Währenddessen gibt das Holzfass ebenfalls einen kleinen Teil von seinem Geschmack an den Wein ab. Insgesamt kann man einen spezielles Weinfass dieser Art nur drei mal verwenden, da sich mit der Zeit die Geschmacksstoffe, die übertragen werden sollten, immer weiter verringern. Ist die alkoholische Gärung abgeschlossen, so findet die zweite Gärung statt, in der die Milchsäure die Apfelsäure ersetzt.

Einen weiteren, wichtigen Teil stellt beim Rotwein die Lagerung dar. Nachdem er von drei Monaten bis zu acht Jahren im Fass gelagert wurde, füllt man ihn in Flaschen ab. Je nachdem, welchem Zweck der Wein dienen soll, lagert man ihn über eine lange oder eine kurze Zeit ein. Nicht alle Rotweine werden besser, je länger man sie lagert. Vor allem hängt die Qualität davon ab, um welchen Jahrgang und um welche Sorte es sich handelt. Beispielsweise hat es keinen Sinn, sich bei einer Massenproduktion um eine aufwändige Lagerung zu kümmern. Eine große Rolle spielen dabei Temperatur und Feuchtigkeit in der Luft. Ein Weinlager verträgt kein Licht, darum beschränken sich die meisten Lager auf so genannte Weinkeller. Die Farbe eines Rotweines kann sich von Kirschrot bis zum Kupferrot belaufen. Genauso variabel kann der Duft eines Rotwein sein. Das Bouket reicht von Vanille bis zur Schokolade und vielem mehr. Rotwein kennt man schon bereits seit einer Zeit von 5000 v. Chr. und er hatte schon im Christentum eine ausschlaggebende Bedeutung für das Volk.